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DC Design Software - Der Digitale Zwilling

Während der Entwurfsphase eines Rechenzentrums legen Ingenieure die Auslegungskapazität auf der Grundlage der in Auftrag gegebenen Anlagenleistung fest. Diese Leistung ergibt sich aus den Anforderungen des Colocation-Anbieters, des Hyperscale-Anbieters oder des Unternehmenskunden. Die Auslegungskapazität ist in der Regel ein einzelner Kilowattwert, der auf der erforderlichen Leistung des Systems und der Leistung zur effizienten Kühlung des Rechenzentrums basiert, mit einer zusätzlich vereinbarten Redundanz. Eine weitere Variable, die „verfügbare Kapazität”, hängt von vier Ressourcenkomponenten ab: Platz, Strom, Netzwerk und Kühlung.

Der Rechenzentrumsdesigner verteilt dann die Leistung auf eine Reihe von Schränken mit einem vorgegebenen Layout und stellt gleichzeitig sicher, dass die einzelnen Schränke eine akzeptable Leistungsdichte aufweisen. Das Kühlsystem wird dann so dimensioniert, dass die erwartete Wärme abgeführt wird und die gewünschte Ausfallsicherheit gewährleistet ist. Schließlich werden das Stromversorgungssystem und das Netzwerk angeschlossen, um eine verteilte Stromversorgung mit wirksamen Ausfallstrategien zu gewährleisten. In der Regel wird dabei von einer fiktiven Leistung pro Rack mit begrenzten Abweichungen ausgegangen, mit Ausnahme vielleicht von erwarteten Zonen mit geringer oder hoher Dichte oder Abweichungen aufgrund unterschiedlicher Arten von Bereichen, wie z. B. Server, Speicher und Netzwerk.

Obwohl dieser konzeptionelle Entwurf erforderlich ist, um das Konzept zu testen und zu validieren, wissen wir jedoch, dass der konzeptionelle Entwurf für die meisten Rechenzentren niemals Realität werden wird. Der Grund dafür ist, dass die tatsächlich einzusetzende IT in der Regel zum Zeitpunkt der Planung noch nicht bekannt ist und dass das Rechenzentrum zwar in seiner Planung festgelegt ist, im Laufe seines Lebenszyklus jedoch viele kleine und große Veränderungen durchläuft, insbesondere durch ständig wechselnde IT-Implementierungen und Änderungen im Schranklayout.


Der digitale Zwilling ermöglicht es dem Planer durch eine innovative Simulationsmöglichkeit die unterschiedlichsten Raumdesigns, Kühllösungen und Bestückungsszenarien sowie Ausfallpotentiale (Kühlung, Stromversorgung, Rauchdetektion und vieles mehr) von der IT bis hin zum Chiller auf dem Dach (und deren Aufstellkonzept auf dem Dach bzgl. Wind- und Wärmeeinflüsse) in einem 3D Modell zu betrachten und somit auch in die Energieeffizienzentwicklung der Zukunft zu blicken. Eine Umfassende Beratungsmöglichkeit für den Austausch zwischen Planer und Kunden.

Ein weiteres Kundenfeld für den DC-Berater ist RZ-Betreiber, welche an die Kapazitätsgrenzen eines existierenden IT-Raums / Rechenzentrums stoßen und durch neue IT-Technologien, fragmentierte Bestückung im Raum und unwissend verschwendete Kapazitäten nach Hilfe suchen. Durch den digitalen Zwilling kann die Ist-Situation nachgestellt, analysiert und optimiert werden. Hier sind verschiedenen Kundenbeispiele vorhanden, welche Kapazitätsgrenzen eines fragmentierten Raum von 54% der urspünglich geplanten Raumauslastung auf über 70% angehoben hat. Der PUE fällt, die Energieeffizienz steigt und der weitere Betrieb mit gewonnener freier Kapazität ist gewährleistet.